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— eines der bekanntesten Stücke des großen Theatermachers Helmut Qualtinger.

Axel Scholtz

Mit dem „Herrn Karl" hat Qualtinger nicht etwa eine komische Figur oder eine Charakterstudie entworfen. Vielmehr ist der „Herr Karl" ein menschlicher Zustand österreichischer Couleur. Aus beiläufigen Andeutungen und Umschreibungen entsteht mosaikartig die Selbstdarstellung eines armseligen Dämons:
Ein kleiner Mann wird da satirisch entworfen und preisgegeben, ein Mitläufer, ein Mensch ohne Rückgrat, ein Bürger ohne Gesicht.

Qualtingers geniale Boshaftigkeit über den als Mittäter entlarvten Durchschnittsbürger stieß bei ihrer Premiere in den 60er Jahren beim Publikum auf ambivalente Resonanz. Sie reichte von enthusiastischer Begeisterung bis hin zu Morddrohungen — vielleicht auch, weil der „Herr Karl" stellvertretend für viele authentische Gestalten im Nachkriegsösterreich steht. Zudem hat die Figur durchaus sympathische Wesenszüge und entspricht so gar nicht dem Bild vom abstoßenden Antihelden.

Axel Scholtz, Jahrgang 1935 und bekannt aus zahlreichen Film und Fernsehproduktionen, bietet Qualtingers Ein-Personen-Stück dar als szenische Lesung in Wiener Mundart (90 Minuten, keine Pause).

Quelle: Wasserburger Nachrichten Nr. 36/06 – 7. September 2006 (wj)

Auftritte

seit über 20 Jahren, u.a. in Berlin, München, Hamburg, Potsdam, Salzburg, Landsberg, Gran Canaria, Mallorca, Bad Wörishofen, Eisenach,
sowie am 13.09.2006 in Wasserburg im Bezirksklinikum Gabersee zum 20. Todestag von Helmut Qualtinger

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